Eisvogel

Eisvogel

auch bekannt als Kingfisher

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist auch in der Schweiz eine faszinierende, aber relativ seltene Vogelart. 

1. Wo findet man den Eisvogel in der Schweiz?

Der Eisvogel lebt vor allem an klaren, langsam fliessenden Gewässern: Bäche, Flüsse, Seen und Feuchtgebiete. Wichtig sind unverbaute, steile Uferböschungen, weil er dort Brutröhren in sandige oder lehmige Hänge gräbt. 

Einige besonders gute Beobachtungsorte: z. B. das Naturschutzgebiet am Nordufer des Neuenburgersees, der Klingnauer Stausee (BirdLife-Naturzentrum), das Neeracherried nördlich von Zürich. (naturzyt.ch) Im Jurapark Aargau gibt es bewusst naturnahe Auenlandschaften, die dem Eisvogel Lebensraum bieten. (jurapark-aargau.ch) Da er sehr scheu ist, lassen sich genaue Brutplätze häufig nicht öffentlich machen (zum Schutz). (Nvvm.ch)

2. Wie viele Eisvögel (Brutpaare) gibt es in der Schweiz?

Nach Angaben des Naturschutzvereins NVVM gibt es in der ganzen Schweiz etwa 300–350 Brutpaare. Eine neuere Schätzung (Ornithologischer Beobachter, 2022) spricht von 400–500 Brutpaaren. Der Bestand ist relativ stabil, profitiert aber von milden Wintern und guten Renaturierungsmaßnahmen. (ala-schweiz.ch)

3. Wie ernährt sich der Eisvogel?

Der Eisvogel ist hauptsächlich ein Fischjäger: Er lauert auf einer Sitzwarte über dem Wasser und stürzt sich kopfüber ins Wasser, um Fische zu fangen. Er frisst vor allem kleine Fische, typische Größe der Beute sind Fische im Längenbereich von wenigen Zentimetern. (Nachhaltigleben.ch)

Zusätzlich kann er auch Insekten, Kaulquappen, Larven, kleine Frösche oder Krebse jagen, wenn sie verfügbar sind. (Nachhaltigleben.ch)Nach dem Fang schlägt der Eisvogel seine Beute ggf. gegen eine Warte (z. B. einen Ast), tötet sie oder betäubt sie, und verschluckt sie dann meist kopfvoran, damit die Gräten möglichst wenig Probleme machen.

Unverdauliche Reste, wie Knochen, werden als Gewöll wieder ausgewürgt.

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